Sicherer Auswärtserfolg für den KSV bei der TG Hörste
von Harald Jansen
Kai Harbach: „Die Mädels haben alles umgesetzt, was wir in der Woche besprochen hatten“
Mit einem blitzsauberen 28:23-Auswärtssieg bei der TG Hörste gleichen die Handballerinnen des Regionalligisten Königsborner SV ihr Punktekonto wieder auf 6:6 aus.
Handball-Regionalliga Westfalen
TG Hörste - Königsborner SV 23:28 (7:13)
Ohne Annika Kucharczyk, Jessica Lorenz und Kreisläuferin Amrai Kleinkes musste Königsborns Chef-Coach Kai Harbach neben den Langzeitverletzten am Sonntag beim Gastspiel in Ostwestfalen auskommen.
Zunächst war Königsborn direkt nach Anpfiff noch nicht auf dem Platz. Nach gut zwei Spielminuten führte Hörste schnell mit 3:0, ehe der KSV über zehn Minuten seinen Kasten endlich sauber halten konnte. In dieser Zeit erzielten die Blauhemden im Angriff vier Treffer und führten erstmals (13.). Es blieb aber torarm. Nach zwanzig Minuten stand so lediglich ein 5:5 auf der Anzeigetafel. Doch die letzten zehn Minuten der ersten Hälfte dominierte das heimische Team aus der Kreisstadt. Erst gelang Hanna Wrede ein glasklarer Hattrick vom 5:5 zum 7:5. Dem schlossen sich weitere Treffer an, sodass die letzten zehn Minuten mit einem starken 8:2-Lauf zum 13:7 Pausenstand führte. „Da haben wir glasklar gedeckt und konnten auch Gegenstöße laufen. Da konnten wir uns folgerichtig mit einigen Toren absetzen“, freute sich Harbach im Rückblick.
In der zweiten Halbzeit hielt Königsborn zunächst den Vorsprung, wackelte dann aber etwas und ließ die Gastgeberinnen beim 13:16 auf drei Treffer herankommen. Harbach nahm eine Auszeit und fand die richtigen Worte. Nell Hering eröffnete einen 4:0-Lauf nach der Ansprache. Doch noch war Hörste nicht geschlagen. Immer wieder ließ man den Gegner bis auf vier Treffer aufschließen. „Wir haben uns aber immer wieder zusammengerissen. Hanno (Hanna Wrede) und Jule (Steinweg) haben ein gutes Spiel gemacht. Und auch Marie Halstenberg in der Abwehr war gut. Die Mädels haben alles umgesetzt, was wir in der Woche besprochen hatten. Sie wollten kämpfen und füreinander da sein. Und das haben sie gemacht“, resümierte ein zufriedener Königsborner Übungsleiter nach dem Spiel. Der sichere und verdiente Sieg war nach dem Seitenwechsel nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Vorne lebte Königsborn insgesamt mal wieder von den Toren von Jona Krollmann, die mit ihren zehn Treffern in Hörste ihr Saisonkonto auf 41 Tore aufstockte. Ein Schnitt von 6,8 Toren pro Partie.
Mit diesem Sieg hat Königsborn seinen Platz im gesicherten Mittelfeld gefestigt und kann am 31. Oktober im immer wieder brisanten Duell beim ASC 09 Dortmund beruhigt auflaufen und die Außenseiterrolle übernehmen.
KSV: Schöße, Seelbach – Axtmann (1), Krollmann (10/2), Albrecht (1), Wrede (4), Krumscheid, Hering (2), Halstenberg (5), Eckey, Schroth, Bücker (2/1), Schimanski, Steinweg (3)
Strafminuten: 2 / 4

